Strategie & Kennzahlen

Cross-Selling im Salon: Umsatz pro Kunde steigern

Cross-Selling im Salon: Wie Zusatzverkäufe, Bedarfsorientierung, Timing und Teamschulung den Umsatz pro Kunde nachhaltig erhöhen.

Cross-Selling im

Stylistin empfiehlt einer Kundin am Empfang ein passendes Pflegeprodukt
Eine gute Empfehlung entsteht aus dem Gespräch, nicht aus dem Verkaufsdruck.
Salon steigert den Umsatz pro Kundenbesuch, ohne dass ein Salon neue Kundschaft gewinnen muss. Dabei geht es nicht um aufdringlichen Verkauf, sondern um passende Empfehlungen zur bereits gebuchten Leistung. Wer den Unterschied zu Upselling kennt, verkauft gezielter und glaubwürdiger.

Zudem bleibt der Durchschnittsbon vieler Salons erstaunlich niedrig, weil Produktverkauf oft kaum genutzt wird. Dabei liegt hier ein deutliches, häufig ungenutztes Umsatzpotenzial. Dieser Artikel zeigt, wie Cross-Selling im Salon fair, bedarfsorientiert und wirksam gelingt.

Cross-Selling im Salon: Unterschied zu Upselling, Bedarfsorientierung, Nutzen-Brücke und Teamschulung im Überblick
Bedarfsorientierung, Timing, Nutzen-Brücke und Teamschulung greifen beim Cross-Selling im Salon ineinander.

Cross-Selling im Salon: Der Unterschied zu Upselling

Cross-Selling im Salon bedeutet, passende Zusatzprodukte oder Zusatzleistungen zur gebuchten Behandlung zu empfehlen. Ein Pflegeprodukt nach der Coloration ist dabei ein klassisches Beispiel. Upselling funktioniert dagegen anders: Es bewegt Kundinnen und Kunden zu einer höherwertigen Variante derselben Leistung. Eine Premiumfärbung statt einer Standardfärbung zählt entsprechend als Upselling, nicht als Cross-Selling.

Warum Zusatzverkäufe wirtschaftlich unterschätzt werden

Beim durchschnittlichen Friseurbon entfallen oft nur wenige Prozent auf den reinen Produktverkauf. Der Großteil des Umsatzes stammt dabei fast ausschließlich aus der Dienstleistung selbst. Diese Kennzahl lässt sich gezielt über den Artikel Kennzahlen im Friseursalon einordnen, der den durchschnittlichen Umsatz pro Kundenbesuch näher erklärt. Schon ein moderater Anstieg beim Produktverkauf wirkt sich daher spürbar auf den Gesamtumsatz aus.

Passende Zusatzverkäufe: Pflegeprodukte und Zusatzleistungen

Pflegeprodukte, die zur jeweiligen Behandlung passen, verkaufen sich meist am glaubwürdigsten. Shampoo und Conditioner nach einer Coloration schützen dabei direkt das gerade erzielte Ergebnis. Zusatzleistungen wie Kopfhautmassage, Ansatzbehandlung oder Glossing lassen sich zudem unkompliziert in den bestehenden Termin einbauen. Angebote, die inhaltlich zu weit vom Thema Haar und Haut entfernt sind, verkaufen sich dagegen deutlich schlechter.

Cross-Selling im Salon: Bedarfsorientiert statt aufdringlich beraten

Cross-Selling im Salon gelingt dabei nur, wenn Vertrauen klar vor kurzfristigem Umsatz steht. Offene Fragen zum bisherigen Umgang mit dem Haar öffnen das Gespräch natürlicher als eine reine Produktvorstellung. Wer zunächst ehrlich den Haarzustand einschätzt, empfiehlt anschließend glaubwürdiger. Der Artikel Beratung im Friseursalon beschreibt, wie ein solches Beratungsgespräch grundsätzlich aufgebaut ist.

Timing und Nutzen-Brücke: Wann eine Empfehlung wirkt

Der richtige Moment für eine Empfehlung liegt meist direkt nach einer erfolgreichen Behandlung. Eine Nutzen-Brücke verknüpft das Zusatzangebot dabei konkret mit einem im Gespräch genannten Bedürfnis. Lehnt eine Kundin oder ein Kunde ab, sollte das Team die Entscheidung ohne Nachhaken akzeptieren. Ausführliche Techniken zu Timing und Gesprächsführung erklärt die Vertriebsakademie in einem eigenen Ratgeber.

Team schulen: Verkaufskompetenz im Friseurhandwerk stärken

Verkaufskompetenz kommt in der klassischen Ausbildung häufig zu kurz und bleibt oft reines Learning-by-Doing. Rollenspiele im Team helfen dabei, typische Gesprächssituationen risikofrei zu üben. Ebenso wichtig ist eine solide Produktkenntnis, denn nur wer ein Produkt selbst versteht, empfiehlt es überzeugend. Regelmäßige, kurze Auffrischungen wirken dabei nachhaltiger als eine einmalige, lange Schulung.

Leistungsabhängige Vergütung als Anreiz

Viele Salons setzen zusätzlich auf eine leistungsabhängige Vergütung, sobald bestimmte Umsatzgrenzen erreicht werden. Eine solche Zusatzvergütung motiviert dabei, ohne den Beratungsansatz grundlegend zu verändern. Wichtig bleibt allerdings, dass die Vergütung den Beratungsgedanken nicht verdrängt. Andernfalls sinkt das Vertrauen schnell wieder, und mit ihm die Wiederkaufsrate.

Häufige Fehler bei Zusatzverkäufen vermeiden

Ein zu aufdringlicher Verkaufston schreckt Kundinnen und Kunden schnell ab. Fehlende Produktkenntnis wirkt dabei besonders unglaubwürdig, sobald konkrete Fragen kommen. Empfehlungen ohne echten Bezug zum tatsächlichen Haar- oder Hautzustand wirken zudem beliebig. Artfremde Zusatzangebote, etwa Reisen oder Schmuck, passen schließlich nicht zum eigentlichen Kerngeschäft.

Cross-Selling im Salon: Vom Zufallsverkauf zur festen Routine

Cross-Selling im Salon funktioniert am besten, sobald Bedarfsorientierung, Timing und Teamschulung zusammenspielen. Vertrauen bleibt dabei die wichtigste Voraussetzung für jeden erfolgreichen Zusatzverkauf. Wer diese Grundlagen konsequent umsetzt, steigert den Umsatz pro Kunde spürbar und dauerhaft. Salons, die ihr Beratungs- und Verkaufskonzept professionell weiterentwickeln möchten, können jederzeit eine Zusammenarbeit mit TerraNova anfragen.

Hinweis

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung.

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